2: Brugg – Mettauertal – Laufenburg – Rheinfelden

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Von der Aare an den Rhein: Durchs landschaftlich schöne Mettauertal führt mich das Postauto erst zur sehenswerten Habsburger-Stadt Laufenburg. Von dort arbeite ich mich rheinabwärts nach Westen, wandere dem mächtigen Strom entlang, entdecke das hübsche Bauerndörfchen Wallbach und komme schliesslich in Rheinfelden an: der eindrücklichen Zähringerstadt, wo statt Milch und Honig Salz und Bier fliessen.

2: Brugg – Mettauertal – Laufenburg – Rheinfelden

 

 

Fahrt-Logbuch:

Linie Von Nach Bus BJ Halter Zeit KM
142 Brugg, Bahnhof Laufenburg, Bahnhof Setra S315NF 2004 Keller, Hottwil 0:49 29,1
143 Laufenburg, Bahnhof Stein-Säckingen, Bahnhof Mercedes-Benz O530 Ü Citaro (facelift) 2012 Brändli, Elfingen 0:22 2,8
Stein-Säckingen, Bahnhof Mumpf, Adlerplatz Zu Fuss 0:26 2,3
90 Mumpf, Adlerplatz Wallbach, Post Solaris Urbino 12 2014 Regie 0:18 3,2
90 Wallbach, Post Möhlin, Post Mercedes-Benz O530 Ü Citaro (facelift) 2008 Regie 0:11 5,8
88 Möhlin, Post Rheinfelden, Post Volvo 7900 H 2015 Regie 0:12 5,4

 

 

 

English Summary:

English Translation - click to view

Today, we travel from Brugg up north to the River Rhine. The city of Brugg had been a base for hundreds of wagoners throughout the centuries, who specialized in carrying goods over the nearby passes to the Rhine, and onward to Basel, Germany and France. While this trade died down immediately once the railway was constructed, it is still possible to experience its legacy: PostBus route 142 from Brugg all the way to the city of Laufenburg makes the historic connection. It gently climbs up the hardly noticeable Bürensteig Pass, before meandering through the Mettau valley until the Rhine is reached. This route proved to be very enjoyable for two reasons: First, the lovely scenery in the Mettau valley and second, the destination: The small city of Laufenburg was built by the powerful Habsburg dynasty, and still offers picturesque old towns on both sides of the river – in Germany and in Switzerland.

From Laufenburg, I’m following the River Rhine westwards. A first PostBus ride takes me to Stein. From there, it’s a 20-minute walk along the mighty river to the next PostBus network, starting in the town of Mumpf. After only seven minutes, the bus drops me in the quaint village of Wallbach, which showcases some well-preserved historic farmhouses. The journey continues via Möhlin (which except for a couple of old farms has completely transformed into a faceless suburb of Basel) to the city of Rheinfelden, this episode’s second highlight. Rheinfelden had already been settled by the Romans, but it was the medieval dynasties of the Zähringer and Habsburg clans who really cultivated it. They left a beautiful fortified old town which hasn’t lost too much of its charms and still awes many visitors today. Additionally, Rheinfelden also houses Switzerland’s most popular brewery: Feldschlösschen – located in a castle itself, albeit a “fake” one, built only during the industrial revolution.

 

 

Willkommen zurück bei der Postauto-Reise rund um die Schweiz! Die erste Episode hatte mich vom Zürcher Stadtgebiet westwärts ins Herz des Kantons Aargau geführt, und genau hier, in der Stadt Brugg, geht es nun weiter.

Brugg war früher das Zentrum der Fuhrhalter, welche Güter aus Zürich und der Innerschweiz über den Bözberg und den Bürersteig in Richtung Rhein und Basel transportierten. Mit der Ankunft der Eisenbahn Mitte 19. Jahrhundert brach die Fuhrhalterei hier komplett ein – ein schwerer wirtschaftlicher Schlag. Nur einer wehrt sich standhaft dagegen und führt die Tradition fort: Postauto-Halter Keller aus Hottwil lässt seine Busse noch immer stündlich zwischen Brugg und Laufenburg pendeln, und stellt so weiterhin die direkte Verbindung zwischen Aare und Rhein sicher.

Die Schönheit des Mettauertals, hier mit einem Postauto des selben Kurses während der Stichfahrt nach Hottwil, Heimat dieses Postautohalters
Die Schönheit des Mettauertals, hier mit einem Postauto des selben Kurses während der Stichfahrt nach Hottwil, Heimat dieses Postautohalters

 

Die landschaftlich schöne Linie 142 führt von Brugg aus erst ins einstige Rebbaudorf Remigen, das aber heute vor allem in Brugg arbeitende Pendler beherbergt. Das merke ich, als sich bei der Haltestelle im Dorf der bis dahin übervolle Setra-Bus schlagartig leert. Fortan sind wir noch zu viert an Bord. Entsprechend leicht ist der langgezogene Aufstieg zum Bürersteig kein Problem, und das Postauto hat die 170 Höhenmeter im Nu erklommen. Seit meiner Abfahrt aus Zürich ist es zudem das erste Mal, dass wir mehr als drei Kilometer über Land fahren, bis wir das nächste Dorf erreichen – da kommt zum ersten Mal etwas Wildnis-Feeling auf, was ich zusammen mit der durchaus ansprechenden Landschaft doch sehr schätze.

Sanfter Aufstieg zum Bürersteig-Pass
Sanfter Aufstieg zum Bürersteig-Pass
Ausgangs des ehemaligen Rebbaudorfes Remigen
Ausgangs des ehemaligen Rebbaudorfes Remigen

 

Hinter dem Pass befahren wir das Mettauertal und erreichen bald die wenig vom Glück geprägte Gemeinde Gansingen: Während des Dreissigjährigen Krieges liessen die Schweden nur gerade vier Häuser und die Kirche stehen, 1814 verschlang ein Grossbrand 29 Häuser, später verliess nach Missernten ein Grossteil der Bevölkerung das Dorf. Naja, vielleicht hätte ein etwas furchteinflössenderer Vogel im Namen mehr Glück gebracht – hätte die Gemeinde Adlerberg oder Falkenstadt geheissen, hätten sich die Schweden das vielleicht zweimal überlegt und Gansingen wäre heute vielleicht die grösste Metropole der Schweiz – wer weiss.

Willkommen im glücklosen Gansigen
Willkommen im glücklosen Gansingen

 

Naja, immerhin blieb so das Mettauertal mit seinen sanften Hügeln nur spärlich bebaut, und die insgesamt 50-minütige Fahrt (die längste bisher) bietet genügend Gelegenheit, die ansprechende Landschaft auch genügend zu würdigen.

 

Finde das Postauto!
Finde das Postauto!

 

Bei Etzgen öffnet sich das Tal schliesslich und wir erreichen den Rhein, dem wir in einer grosszügigen Schlaufe die letzten vier Kilometer bis nach Laufenburg folgen.

 

Der Rhein ist erreicht!
Der Rhein ist erreicht!

 

Die Endhaltestelle meines bisher mit Abstand längsten Kurses präsentiert sich als ein wahres Bijou: Laufenburg geht auf die Habsburger zurück, welche die Stadt befestigten und auf einer Felskuppe oberhalb des Flusses eine Burg errichteten. An dieser Stelle im Rhein verlaufende Stromschnellen boten eine willkommene Einnahmequelle, waren die Laufenburger doch die einzigen, die wussten, wie sie zu navigieren waren – diese Dienste liessen sie sich fürstlich bezahlen. Das Ergebnis ist eine äusserst sehenswerte Altstadt in Terrassenform, die bis in die heutige Zeit gut erhalten geblieben ist.

 

Die Deutsche Seite von Laufenburg
Die Deutsche Seite von Laufenburg
Blick auf den Schweizer Teil Laufenburgs, gut sichtbar die Ruine des Habsburger-Turms sowie die Stadtkirche, erbaut im 15. Jahrhundert
Blick auf den Schweizer Teil Laufenburgs, gut sichtbar die Ruine des Habsburger-Turms sowie die Stadtkirche, erbaut im 15. Jahrhundert

Dem Rhein entlang durch hübsche Bauerndörfer ins Mittelalter-Städtchen Rheinfelden

 

Von Laufenburg aus bringt mich Postauto-Kurs 143 in gut 20 Minuten dem Rhein entlang nach Stein. Hier war über mehrere Jahrhunderte lang grausam wenig los, die Leute lebten von Landwirtschaft, Fischerei und Flösserei. Als die aufkommenden Fluss-Kraftwerke die letztgenannten Berufe schwer trafen, erlebte die Region sogar eine Massen-Abwanderung verarmter Flussarbeiter nach Nordamerika. Erst in den 1970er-Jahren kam der Aufschwung, als sich die Basler Chemie- und Pharmakonzerne das brachliegende Sisslerfeld unter den Nagel rissen und dort grosszügige Campi errichteten. So heissen die passierten Haltestellen denn auch vielversprechend „DSM“ und „Novartis“, während wir an weitläufig abgeschirmten Industriebauten vorbeifahren.

Weit weniger anonym ist der Halter meines Busses: Die Familie Brändli aus Elfingen betreibt bereits in dritter Generation Postautos und begann ihre Dienste im Jahr 1912 mit einer Pferdepost. Bald konnte man eine motorisierte Linie nach Brugg in Betrieb nehmen, für welche die Nachfrage aufgrund der raschen Industrialisierung derart gross wurde, dass viele der Pendler gar auf dem Trittbrett mitfuhren (mehr zur Geschichte des Betriebs in diesem Artikel der Aargauer Zeitung).

Dieses Schicksal muss ich gütigerweise nicht teilen und erreiche bequem sitzend das Dorf Stein, die Endhaltestelle dieses Postauto-Kurses und das Ende dieses bis nach Zürich reichenden Postauto-Netzes.

 

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Blick auf den Rhein bei Stein, links sind die Türme des Fridolinsmünsters im Deutschen Bad Säckingen sichtbar

 

Die mir selbst gestellte Herausforderung ist klar: Die Schweiz wird ausschliesslich per Postauto umrundet. Und wo kein Postauto verfügbar ist, werden die eigenen Füsse bemüht. Dieser Fall tritt nun das erste Mal ein, denn westlich von Stein klafft im Postauto-Netz eine Lücke. Somit steht mein erster Marsch bevor (okay, ein Märschchen), um das nächste Postauto-Netz zu erreichen: Über 2,5 Kilometer wandere ich dem Rhein entlang, von Stein ins Nachbardorf Mumpf (woher die hier oben all ihre tollen Ortsnamen haben, ist mir ein Rätsel – vielleicht zuviel Chemie?). Die Wanderung ist jedenfalls weiter nicht spektakulär: Rechts von mir fliesst behäbig der Rhein, links von mir (und um einiges lauter) der Verkehrsstrom auf der A3 in Richtung Basel. Schon bald zeigen die Kais des Pontonierfahrvereins Mumpf und die Hinweistafel zum Pizzaplausch im Gras-Ski-Klub Mumpf meine Ankunft im Ziel an – naja, in Dörfern, die seltsam heissen, muss man wohl auch seltsamen Sportarten frönen.

 

Mumpf am Rhein
Mumpf am Rhein

 

Kaum in Mumpf eingetrudelt, fährt schon bald mein nächstes Postauto vor: Ein Solaris Urbino 12 (yay, ein weiterer neuer Hersteller) gabelt mich auf. Und noch ein Novum: Obwohl ich mich noch tief im Aargau befinde, hat der in Polen gefertigte Bus bereits eine BL-Nummer und wird von der Regie Gelterkinden/Basel betrieben, genau wie auch die restlichen Postautos dieser Etappe. Lange dauert die Fahrt eigentlich nicht: Das benachbarte Dörfchen Wallbach ist gerademal sechs Minuten entfernt. Ungemein verlängert wird die Angelegenheit jedoch dadurch, dass beide Züge, die wir am Bahnhof Mumpf abwarten, verspätet sind – der eine vier, der andere sechs Minuten. Schliesslich entscheidet sich unser Fahrer, den ersten Zug abzuwarten, den zweiten jedoch nicht; wieso, sei dahingestellt (Basler halt…), aber mir ist’s ja nur recht, wenn’s zügig weitergeht.
Schliesslich erreichen wir Wallbach dann trotzdem noch. Sein Name stammt übrigens nicht von den römischen Wällen und Türmen, die hier die nördliche Grenze des Imperiums bewachten, sondern vom althochdeutschen Walahbuohha – das bedeutet offenbar „Buchengehölz des Walah“, auch wenn es für mich mehr nach dem Ausruf eines wütenden arabischen Kameltreibers klingt. So oder so präsentiert sich dieser Ort um einiges hübscher als Mumpf: Auf einem kurzen Spaziergang entlang des Rheins und durch den historischen Dorfkern bewundere ich die wuchtigen, stimmig restaurierten Bauernhäuser, die dem Örtchen einen traditionellen aber herausgeputzten Charme verleihen. Wikipedia meint gar, eines der aus dem 17. Jahrhundert stammenden Häuser hätte noch ein Strohdach. Aber so sehr ich auch suche, solch einen Zeugen der Vergangenheit finde ich dann doch nicht. Strohhut hin oder her, einen schönen 20-minütigen Zwischenhalt bot mir Wallbach allemal.

Bauernhaus in Wallbach
Bauernhaus in Wallbach
Bauernhaus in Wallbach
Bauernhaus in Wallbach
Bauernhaus in Wallbach
Bauernhaus in Wallbach
Die Sebastianskapelle von Wallbach, erbaut um 1700
Die Sebastianskapelle von Wallbach, erbaut um 1700

 

Der Rhein bei Wallbach, AG
Der Rhein bei Wallbach, AG

 

Dann zwängt sich bereits wieder mein nächstes Postauto durch den engen Kehrplatz vor dem Wallbacher Gemeindehaus. Es bringt mich nach Möhlin. Wiederum beträgt die Fahrzeit nur wenige Minuten, und auch in Möhlin erspähe ich als erstes die Trainingsbaracke der Pontoniere. Das muss sich echt um eine regionale Trendsportart handeln – aber so läuft das halt hier in gefährlicher Nähe zum mir als Zürcher überaus suspekten Basel.

Beim Gemeindeplatz Wallbach, AG
Das Postauto zwängt sich vors Gemeindehaus von Wallbach
Auf offener Strasse in Richtung Möhlin
Auf offener Strasse in Richtung Möhlin

 

Möhlin gibt sich zwar alle Mühe, einen historischen Kern zu wahren, kann seine wahre Identität als gesichtslose Agglomerationsgemeinde von Basel aber kaum verbergen. Zwei alte Bauernhäuser finde ich noch im Dorfzentrum (eines davon behaust das Heimatkunde-Museum), ansonsten sticht mir nichts Besonderes ins Auge (auch kein Pontonier).

 

Historischer Dorfkern von Möhlin
Ein Postauto im historischen Dorfkern von Möhlin
Eines der wenigen verbliebenen Bauernhäuser Möhlins
Eines der wenigen verbliebenen Bauernhäuser Möhlins

 

So gerne sie auch in historischen Gewändern mit Hellebarden im trüben Rhein herumstochern mögen, modern sind sie doch, diese Pontoniersvölker: Das Postauto, welches mich auf der nächsten Etappe nach Rheinfelden transportiert ist nämlich ein waschechter Hybridbus (und als Volvo bereits der fünfte Hersteller für mein Logbuch)! Ausser dem staubsaugerhaften Geräusch beim Anfahren bleibt mir aber von der Fahrt im Volvo 7900 H nichts Aussergewöhnliches in Erinnerung. Kunststück, der Bus ist so voll, dass ich gar keinen Sitzplatz mehr ergattern kann und sämtliche Konzentration dafür aufwenden muss, mehr oder weniger elegant das Gleichgewicht zu wahren.

 

Volvo 7900H-Hybridbus erreicht Möhlin
Der Volvo 7900H-Hybridbus erreicht Möhlin

 

Immerhin, das neun Minuten später erreichte Rheinfelden weiss dann definitiv zu gefallen. 70 Minuten Aufenthalt hatte ich in der ältesten Stadt des Kantons Aargau wohlweislich budgetiert, und es sollte keine Sekunde langweilig werden. Erst steuere ich das nahe des Bahnhofs gelegene Feldschlösschen-Schloss an. Als konsequenter Bier-Abstinenzler habe ich von dem Business ja keine Ahnung, und hatte entsprechend das in den Werbungen gezeigte Brauerei-Schloss stets für einen etwas zu künstlich ausschauenden Fake gehalten. Doch es existiert also wahrhaftig. Ein Fake ist es aber trotzdem, denn es handelt sich dabei nicht wirklich um ein Schloss. Erbaut wurde es erst 1880, als die junge Feldschlösschen-Brauerei expandierte – und da im damaligen Industriebau gerade der Burgenstil im Trend war, war das nun zu bewundernde “Schloss” schon fast die logische Folge. So oder so, sehenswert sieht es ja doch aus, wie es so über dem Rapsfeld thront, und wäre auch ganz fotogen – stünde es nicht praktisch den ganzen Tag im Gegenlicht.

 

Das Feldschlösschen-Schloss Rheinfelden
Das Feldschlösschen-Schloss Rheinfelden, entstanden ab 1892

 

Doch das ist erst Rheinfeldens kleines Highlight: Das grosse wartet in der Innenstadt. Der Stadtkern geht auf die Zähringer zurück und ist deren älteste Hinterlassenschaft in der Schweiz. Durch die Altstadt am Rhein zu schlendern und die schmucken Häuschen mit ihren wunderschön verzierten Fassaden zu bewundern, versetzt einem gleich ein wenig zurück ins Mittelalter. Man kann sich richtig vorstellen, wie auf diesen Gassen einst die Zähringer und Habsburger Adligen flanierten. Wie um exakt 16:53 Uhr auf dem Obertorturm die Turmuhr schlug, damit die fleissig auf den Feldern arbeitenden Bauern gerade noch in die befestigte Stadt zurückhuschen konnten, bevor die Tore um Punkt 17 Uhr für die Nacht geschlossen wurden.

 

Der einladende Zähringerplatz
Der einladende Zähringerplatz
Blick entlang der Marktgasse
Blick entlang der Marktgasse

 

Marktgasse Rheinfelden
Das schön dekorierte Salmenhaus an Rheinfeldens Marktgasse

 

Rheinfeldens Aufstieg wurde wohl von seiner Position als Brückenstadt eingeleitet, später verlieh die Entdeckung reicher Salzvorkommen der Stadtentwicklung neuen Schwung: Etliche Salinen wurden gegründet (die Rheinsalinen nebenan in Möhlin lagern noch heute rund 200’000 Tonnen des kristallinen Guts, etwa den doppelten Jahresbedarf des Landes); auch Solbäder schossen wie Pilze aus dem Boden und machten Rheinfelden zum Kurort für die eigene Gesundheit. Nur von der historisch bedeutsamen Brücke in den Rhein zu springen, sollte man tunlichst unterlassen, sofern einem ebendiese Gesundheit lieb ist: Wie mich Wikipedia aufklärt, befindet sich gleich unter der Brücke das St. Anna-Loch – eine 23 Meter tiefe Senke im Flussbett, die mit starken Abwärtsströmungen alles in die Tiefe zieht, was man in ihren Schlund wirft. Schon goldene Schüsseln der Hunnen soll die gierige Anna verzehrt haben, und auch Menschen fallen ihr immer wieder zum Opfer. Ein Schwarzes Loch, mitten in der Schweiz, und niemand hats gemerkt – die vom CERN suchen irgendwie am falschen Ort!

Achja, und wer weitere Postautos sucht, der wird im nächsten Beitrag fündig. Dieser hier hat nämlich in Rheinfelden seine Endhaltestelle erreicht. In der nächsten Etappe geht’s dann einmal durch den Kanton Baselland, ins Schwarzbubenland und sogar bis in den abgelegenen Jura!

 

Haus ‘zum schiefen Eck’ – na das ist ja ganz offensichtlich 🙂
Blick durch die Johannitergasse auf die gleichnamige Kapelle, entstanden im 15. Jahrhundert
Blick durch die Johannitergasse auf die gleichnamige Kapelle, entstanden im 15. Jahrhundert
Johanniterkapelle
Johanniterkapelle

 

Rheinfeldens Bijou: die Marktgasse
Der imposante Obertorturm, Herzstück der mittelalterlichen Stadtbefestigung

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